Doppelheimsieg

Richard hat einen lesenswerten und umfangreichen Bericht zum letzten Punktspieltag der beiden Schachteams verfasst:

Den fuß brothers gelang am 14. Januar 2018 ein schöner, aber enger Doppelsieg. Um 9:00 Uhr ertönte der Startschuss, 13 brothers am Start (Martin als Zuschauer, Kaffeebringer und Organisator, Frank Weingart als mitfiebernder Zuschauer). Gleich die erste Nachricht: Dennys Aufstehen hatte sich gelohnt, sein Gegner erschien nicht. Kurze Zeit später gewann Lara mit einem eleganten Doppelangriff, und unsere Zweite führte bereits 2:0. Nach einer langen, positionell geprägten Partie erreichte Danilo eine klare Gewinnstellung, doch das Aufatmen sollte zum Verhängnis werden. Der Gegner erschlich sich in letzter Sekunde eine Springergabel mit Turmgewinn, so endete diese Partie unglücklich. Doch wie Tal sagte: "Sicherlich sind Fehler nicht gut für eine Partie, aber sie sind unvermeidlich, ein Spiel ohne Fehler und somit sozusagen makellos wäre auf jeden Fall farblos." Gérard erkämpfte sich bereits früh eine Figur, trug diese bis ins Endspiel und gewann. So war der Sieg gegen Blau-Weiß Bürgel 3 mit 3:1 besiegelt.

Die erste Mannschaft hingegen erlebte einen echten Hitchcock-Krimi. Basti und Rich eroberten nach der ersten Spielstunde jeweils ein Remis in Stellungen, wo sie kaum bis keine Gewinnpläne sahen. Die anderen Bretter standen zu diesem Zeitpunkt gut da. Also 1:1. Als nächstes entschied sich die Partie von Jonas. Es war eine hart umkämpfte Partie, wobei sich Jonas trotz eines Bauern-Nachteils zurückkämpfte und schließlich sogar mit dem entfernten Freibauern eine leicht bessere Stellung erhielt. Doch dann geschah etwas Bitteres, sein Turm wurde auf d4 gefangen und das Ergebnis erzählte nicht die Geschichte der Partie. Es stand 1:2.

Holger spielte eine strategisch angelegte Partie über gut drei Stunden. Dann jedoch geschah es die Figurenstellung erlaubte es, einen gedeckten Bauern zu nehmen, mit einem Springer, um danach Turm und Dame mit einem Bauern aufzugabeln. Holger überlegte eine gute Viertelstunde, in der Basti echte Angstzustände erlitt. Schließlich nahm Holger den Bauern wohlüberlegt mit und sicherte sich den Sieg: 2:2.

Die nächste Ergebnisänderung erfolgte erst kurz vor der vierten Spielstunde. Ratio einigte sich mit seiner Gegnerin auf ein Unentschieden, wobei beide sehr langsam und wohldurchdacht gespielt hatten. Eine faire Einigung und das 2:2.

In der Partie von Feo geschah erneut das Unglaubliche. Er spielte eine strategisch durchgeplante Partie, in der er die Leichtfiguren abtauschte und dann mit einem Bauernsturm am Königsflügel den Gegner einschnürte. Er überspielte seinen abwartenden Kontrahenten, fesselte die gegnerische Dame mit seinem Turm und war in der Lage, diese zu schlagen. Doch in der fünften Spielstunde kann man schon mal etwas übersehen. Feo wollte die Partie mit einem schönen Zwischenschach mit darauffolgendem Matt abrunden, jedoch war der weiße Turm leider noch in der Lage, diese Kombination in einen Verlust umzumünzen die dritte bittere Niederlage für die fuß brothers und das 2:3!

Nun waren die letzten beiden brothers am Schwitzen. Würden wir noch ein Unentschieden oder sogar einen Sieg erreichen? Honza spielte eine Partie mit vielen taktischen Abwicklungen und einigen Mattdrohungen. Nachdem Feos Partie verlorengegangen war, überlegte er lange und fand einen vielversprechenden Angriff. Durch eine kleine Ungenauigkeit des Gegners stellte er schließlich eine undeckbare Mattdrohung auf und bescherte den fuß brothers wieder Hoffnung: 3:3.

Step hatte nun alles in der Hand und er ließ die Partie nicht fallen. Er hatte bereits früh einen Bauern erobert und behielt diesen, machte ihn zu einem gedeckten Freibauern und rannte dann zielstrebig im Turmendspiel immer weiter mit seinem Freibauern und dem König zur Ziellinie. Dort scherte er sich nicht um die angebotenen Bauern des Gegners, stellte stattdessen Mattdrohungen auf und brachte den Bauern bis kurz vor den Touchdown. Eine wahrlich konsequente Spielführung und die Unermüdlichkeit Steps brachten uns nach fast sechs Stunden den Sieg und die Erleichterung. Endergebnis: 4:3 gegen VfL 1990 Gera 2.

Wir ließen die gesammelten Erlebnisse gute und schlechte hinter uns, bei einer Kaiserente (S 10) und anderen chinesischen Spezialitäten. Wir danken den Zuschauern Horrz und Frank für ihre Anteilnahme und ihre mentale Unterstützung!

Es bleibt noch abschließend zu erwähnen, dass wir damit unser Saisonziel den Klassenerhalt wohl erreicht haben. Allerdings kommen nun erst die wirklich starken Teams der Liga. Wir können diesen Spielen mit großer Gelassenheit entgegenblicken, denn das Soll ist bereits erfüllt.

17. Januar 2018

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