Aktuelle Fußballtrainingszeit:

Donnerstag, 18.00 - 20.00 Uhr
Sportplatz Göschwitz

Schachtraining:

Montag, 19.00 - 23.00 Uhr
Café Immergrün - Gäste willkommen

Dienstag, 15.00 - 17.00 Uhr
Polaris - Jugendtraining (für Vereinslose und Spieler aller Vereine)

Thüringer Einzelmeisterschaft der Jugend

Frank hat einen Bericht über die Thüringer Meisterschaft der Jugend geschrieben, an der dieses Jahr erstmals sieben unserer Mitglieder teilgenommen haben.

21. April 2022

Nach Manebach im Morgengrauen

Nach einer langen Wettkampfpause bekam unsere 1. Mannschaft am 27. März 2022 endlich wieder Gelegenheit, einen Thüringenliga-Kampf am Brett auszutragen. Gastgeber waren die sympathischen Sportfreunde vom Ilmenauer SV. So setzte sich wenige Stunden nach der Zeitumstellung im Morgengrauen ein Bus in Jena in Bewegung, der nach Zwischenhalt in Weimar kurz vor neun an der Sporthalle Manebach eintraf. Denn dort, vor den Toren der kleinen Universitätsstadt, am Rande eines maulwurfshügelübersäten Fußballplatzes, im Angesicht von Bach und Berg und Bimmelbahn, sollte unser Spiel stattfinden. Und so kam es.

Bereits nach 14 Zügen und knapp zwei Stunden, der Damentausch vollzog sich gerade, erhielt Honza eine Remisofferte, die er nach kurzer Abwägung eigener und mannschaftlicher Möglichkeiten an diesem Tage akzeptierte. Danach passierte viel in den Köpfen und auf den Brettern, doch lange nichts auf dem Spielberichtsbogen. Basti hatte das Pech, gegen einen jungen Mann aus Kasan spielen zu müssen, der zwar noch keine DWZ vorweisen kann, aber dem Vernehmen nach ein aufstrebender Meister ist. Und so spielte er auch: planvoll-strategisch, mutig und im entscheidenden Moment wachsam wie ein Adler. So stand plötzlich ein weißer Springer auf d4 in einer unauflösbaren Fesselung und ein paar Alibizüge später gab Basti die Partie verloren. – Wir werden den Werdegang seines Kontrahenten Ainur Ziganshin aufmerksam weiterverfolgen. Vielleicht ist das Partieformular mit seinem Autogramm ja bald schon einiges wert.

Danach ging es Schlag auf Schlag: Robert, der sein Debüt in unserer Ersten gab, verteidigte umsichtig und gelassen seine Bastion gegen wütende weiße Bauernattacken, bevor er mit seinen beiden Pferden ins gegnerische Hinterland hüpfte und sie hübsch und geschickt gegen eine weiße Dame eintauschte. Der Rest war Formsache. Bravo, toller Einstand! Roberts jüngerer Bruder Richard war unterdessen in eine arg unübersichtliche Konstellation gerasselt, doch dann wollte sein Gegner in eher vorteilhafter Stellung zu viel. Statt eine Qualität einzuheimsen, ging er übermütig auf Matt. Dass Richard kontern kann, hat er uns schon mehrfach bewiesen, und so tat er es auch in diesem Fall. Clever fing er den feindlichen Turm und manövrierte sich aus den Dauerschachdrohungen heraus, sodass der volle Punkt an uns ging.

Etwa zur selben Zeit nahm Step Abstand von seinen Bemühungen, eine ruhige, geschlossene Position auf Gewinn zu spielen. Beide Spieler hatten behutsam und durchaus tiefgründig dafür gesorgt, dass die Partie die Remisbreite wohl nie verlassen hatte, daher erschien die Punkteteilung nicht überraschend. Der halbe Punkt kam uns jedoch mehr zugute, da Frank bereits auf Gewinn stand. Er hatte den überstürzten Vormarsch des gegnerischen h-Bauern mit konsequenter Zentralisierung beantwortet und war dann mit seinem Springer über d5 und e7 ins gegnerische Lager eingebrochen. Beeindruckend, wie Frank sich für seine Schlussoperation noch einmal Bedenkzeit gönnte, dann den Qualitätsgewinn verschmähte und stattdessen mit Tempozügen seinen Turm auf die siebte Reihe beförderte, wonach die vielfältigen Angriffsdrohungen den Kontrahenten zur Aufgabe zwangen. Das hatte Stil!

So stand es also 4:2, nur die beiden Spitzenbretter waren noch heiß umkämpft. Während Heiko ein leicht vorteilhaftes Endspiel mit besserem Läufer verwaltete, spielte Thomas eine seiner hochkomplexen Sizilianisch-Partien mit gewagten Manövern in alle Richtungen. In der Zeitnotphase ließen beide Spieler die Uhr bis auf Sekunden herunterlaufen. Thomas schien neben einem Mehrbauern auch den besseren Durchblick zu haben. Er selbst hatte jedoch das Gefühl, wie er später zu Protokoll gab, den Faden in der Zeitnotschlacht ein wenig verloren zu haben. Nun, von außen sah alles ganz folgerichtig aus! Doch Thomas' Gegner stellte Springer und Läufer auf die Grundreihe zurück und verteidigte hartnäckig den wunden Punkt g2. Thomas, der sich auf der Suche nach dem perfekten Kunstwerk vielleicht mehr versprochen hatte, bot mit dem 41. Zug Remis, wenngleich sein Vorteil noch immer augenscheinlich war. Das sei ihm gestattet, denn erstens war der Mannschaftssieg damit eingetütet, zweitens war die Partie unglaublich anspruchsvoll und drittens wollen wir nicht vergessen, dass Thomas dankenswerterweise die Fahrdienste fürs Team übernommen hatte.

Auch Heiko bewies nun pragmatischen Sinn und willigte zügig in die Punkteteilung ein, sodass wir den Manebacher Maulwurfshügeln schon gegen halb zwei den Rücken wenden und die Heimreise antreten konnten. Shakehands mit den umgänglichen Ilmenauer Sportfreunden beschlossen den Wettkampftag. Wir nahmen ein stolzes 5:3 und zwei weitere Mannschaftspunkte mit nach Jena. Damit ist der Klassenerhalt bereits gesichert, obwohl erst fünf Runden gespielt wurden. Fantastisch! Freilich kommen nun erst die Hochkaräter der Liga. Unsere komfortable Tabellensituation wird es uns erlauben, diese Spitzenspiele zu genießen, ohne allzu sehr über Sieg oder Niederlage nachdenken zu müssen. Am 24. April geht es weiter gegen die Staffelfavoriten vom Erfurter SK. Wir freuen uns darauf!

27. März 2022

Erfolge in der 3. bis 5. Runde der DSOL

Ein Bericht vom Mannschaftsleiter Wolfram

Obwohl wir in der ersten Liga (Gruppe D) als Außenseiter gestartet waren, konnten wir nach zwei Auftaktniederlagen durch 3:1 Siege gegen Uelzen und Kastellaun sowie ein 2:2 Unentschieden gegen Bad Homburg uns im Mittelfeld etablieren. Zu verdanken ist dies vor allem Heiko, der 4,5 aus 5 Punkten holte. Aber auch Franz holte 2 aus 2, Step 1,5 aus 3 und Gerhard 1 aus 1 Punkten. Als nächstes steht das schwere Spiel gegen den Spitzenreiter Bayern München an und auch der Abschlussgegner SF Berlin ist nominell viel stärker:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=1d
https://lichess.org/study/CHAM0WLr

Mit der zweiten Mannschaft (7. Liga Gruppe A) hatten wir es durch 3:1 Siege gegen Eppendorf IV und Bad Homburg II schon bis an die Tabellenspitze geschafft. Dann mussten wir gegen die
Schachfreunde Greiz antreten, die wir am Sonntag vorher noch im Punktspiel in der Bezirksklasse geschlagen hatten. Hier mussten wir leider eine bittere 0:4 Niederlage einstecken. In den
verbleibenden Partien gegen Erkenschwick IV und München III können wir jedoch aus eigener Kraft noch den zweiten Tabellenplatz erreichen, mit dem wir in die Endrunde kommen würden. Aber es
wird knapp, denn Verden hat nur einen halben Brettpunkt weniger:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=7a
https://lichess.org/study/zDpGnelE

Die dritte Mannschaft (10. Liga Gruppe D) spielte zunächst 2:2 gegen Alzenau III, um dann den Favoriten Hamburg X mit 2,5:1,5 und Eppingen mit 3:1 zu schlagen. Trotzdem bleiben wir hinter
Hamburg auf dem zweiten Tabellenplatz. Diesen wollen wir nun in den verbleibenden Runden gegen Eichstetten und Walldorf verteidigen um auch hier die Endrunde zu erreichen:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=10d
https://lichess.org/study/f7Ie9UDW

In der vierten Mannschaft (10. Liga Gruppe C) spielen vor allem junge Spieler, die sich trotz der starken Gegner wacker schlugen und gegen Lehrte III und Niederkassel II ein 2:2 Unentschieden schafften. Nur beim 0:4 gegen Leinfelden III mussten wir Lehrgeld bezahlen. Es stehen noch die Begegnungen mit Herzogenaurach IV und Seelscheid II aus:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=10c
https://lichess.org/study/Fs04RNZY

19. März 2022

Ostthüringer Einzelmeisterschaft des Nachwuchs 2022

Am ersten Märzwochenende, dem 5./6. 3., konnte seit längerem wieder eine einigermaßen geordnete Ostthüringer Einzelmeisterschaft des Nachwuchses in den Altersklassen U10 - U18 durchgeführt werden.
Den Bericht von Frank, Gerhard und Wolfram findet ihr hier.

12. März 2022

David gegen Goliath?

Ein Bericht vom Mannschaftsleiter Wolfram

Bis auf unseren Spitzenspieler Heiko war unsere erste Mannschaft in der 2. Runde der DSOL gegen den Kölner SK Lasker I krasser Außenseiter. Aber wir schlugen uns wacker. Und Goliath wankte, aber er fiel nicht. Während Heiko an Brett 1 einen schönen Sieg erspielte, standen auch Frank an 2 und Step an 3 auf Gewinn und Wolfram an 4 konnte eine Zeit lang mithalten. Doch am Ende verliert David gegen Goliath mit 1:3. Heiko jedoch ist in 2 Jahren DSOL nach wie vor ungeschlagen und hat am Spitzenbrett mittlerweile 8,5 aus 9 Punkten erspielt. Chapeau!

https://lichess.org/study/CHAM0WLr

Wir sind zwar auf dem vorletzten Tabellenplatz, aber im nächsten Spiel gegen Uelzen spielt Franz mit und wir erhoffen uns einen spannenden Kampf:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=1d

Dafür schlagen wir den SC Verden mit der 2. Mannschaft klar mit 4:0.

https://lichess.org/study/zDpGnelE

Siege durch Martin, Wolfram, Peter und Lara führen uns auf den 2. Tabellenplatz, den wir in der nächsten Runde gegen Eppendorf IV verteidigen wollen:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=7a

Auch die 3. Mannschaft siegt gegen Rot-Weiß-Göttingen IV mit 3:1. Robert an Brett 1, Julian an 3 und Tanja an 4 holen die Punkte, während Jo an 2 leider verliert:

https://lichess.org/study/f7Ie9UDW

Hier sind wir auf Platz 3 und spielen in der nächsten Runde gegen Alzenau III:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=10d

Die 4. Mannschaft spielt gegen den SC Schwarz-Weiß-Zell II. Hier kommt es zu einem 2:2, welches eigentlich ein 1:1 ist. Während Marek an Brett 1 verliert, gewinnt Robert an 3. An Brett 2 macht sich chessbase wieder einmal selbstständig. Ohne dass Alexej die Dame berührt hat, zieht diese im 8. Zug auf d5, wo sie eingestellt wird. So verliert Alexej ärgerlicherweise die Partie. Am 4. Brett hingegen wartet Anton 45 Minuten lang vergeblich, dass ein Gegner kommt:

https://lichess.org/study/Fs04RNZY

Das nächste Spiel ist gegen Lehrte III:

https://dsol.schachbund.de/tabelle.php?s=2022&l=10c

19. Februar 2022

Chaos-Tage bei der DSOL

Ein Bericht vom Mannschaftsleiter Wolfram

Der Auftakt zur diesjährigen Saison der Deutschen Schach-Online-Liga verlief eher rumpelig.

Am Montag spielte die 3. Mannschaft gegen Illingen II und trotz aller Bemühungen kamen weder Jefim und Julian noch einer der Gegner in den Turnierraum. So mussten die beiden Partien eine Woche später nachgeholt werden. Hier gelang uns ein 2:2 Unentschieden dank der Siege von Joachim und Julian.

https://lichess.org/study/f7Ie9UDW

Auch bei der Spitzenmannschaft lief nicht alles glatt. Da Franz am Spitzenbrett ausgefallen war, waren die Gegner aus Zehlendorf II wesentlich stärker. Zudem gab es wieder etliche technische Probleme. Am Ende mussten wir uns 0,5:3,5 geschlagen geben. Nur Heiko sorgte am Spitzenbrett mit seinem Remis für unsere Ehrenrettung.

https://lichess.org/study/CHAM0WLr

Die zweite Mannschaft konnte zumindest ein Unentschieden erreichen. Wolfram und Alexander erkämpften die Punkte zum 2:2 gegen Erdmannhausen.

https://lichess.org/study/zDpGnelE

Die vierte Mannschaft war hingegen glücklos und musste sich 0,5:3,5 gegen Zehlendorf IV geschlagen geben. Nur der jüngste, Alexej konnte sich nach einer wechselvollen Partie auf Remis durch Dauerschach einigen:

https://lichess.org/study/Fs04RNZY

7. Februar 2022

Wir sind erste Liga … und spielen gegen Bayern München!

Am 31. Januar beginnt die neue Saison in der Deutschen Schach-Online-Liga mit 320 Mannschaften in 10 Ligen. Wir haben es geschafft, mit 24 Spielern in vier Teams dabei zu sein.

Dank der beiden internationalen Meister Franz und Heiko spielen wir sogar in der ersten Liga, Gruppe D. Zudem spielen Frank, Wolfram und als Ersatz Gerhard, Step und Jonas. Gleichzeitig wird es hart und wir haben nur Außenseiterchancen. Höhepunkt der Saison wird das Spiel am 29.03. gegen Bayern München. Aber das Team rund um Großmeister Michael Bezold ist im Schnitt fast 200 DWZ-Punkte besser als wir. Außerdem warten starke Teams wie Berlin, Köln und Zehlendorf II auf uns: 1. Liga D

Die zweite Mannschaft spielt in der siebten Liga Gruppe A mit Martin, Wolfram, Peter und Alexander. Lara, Frankie und Leopold können als Ersatz einspringen. Hier sind wir in der Vorrunde nach dem SC Verden auf Platz 2 gesetzt: 7. Liga A

Dank unserer Schachjugend, die jeden Dienstag im Polaris trainiert, haben wir gleich zwei Mannschaften in der zehnten Liga. Die dritte Mannschaft spielt mit Robert, Jefim, Joachim und Julian in Gruppe D. Hier liegen Alzenau III und Hamburg X in der DWZ-Liste vor uns: 10. Liga D

Die vierte Mannschaft schließlich spielt in Gruppe C mit Tanja, Marek, Alexej und Leonard. Als Ersatz kommen noch Anton, Isabella und Thure dazu: 10. Liga C

24. Januar 2022

Gérards Bericht zum Skatturnier

Die fuß brothers haben einen neuen Skatchampion - und der heißt Florian Behrendt!
Flo schaffte es nach 2 x 5 Runden als Einziger, die 1000 Punkte-Grenze zu überbieten.

Zu unserem Skatturnier hatten sich im „Immergrün“ 10 Teilnehmer eingefunden. Eigentlich sollten es 13 sein, aber in 3 Fällen verhinderte Corona letztlich die Teilnahme.
In der Abwägung zwischen dem Wunsch, unser letztmalig 2018 ausgetragenes traditionelles Skatturnier wieder aufleben zu lassen und der berechtigten Forderung nach Einschränkung der Kontakte in der aktuellen kritischen Phase haben wir uns für das Turnier entschieden – mit der Selbstverpflichtung, sich zum Schutze der Mitspieler möglichst zahlreich einem Selbsttest zu unterziehen.

Es entwickelte sich ein spannendes Geschehen. Da wir die Rundenzahl wegen der Corona-Sperrstunde reduzieren mussten, gewann jedes Spiel an Bedeutung. Die Punkt-Ergebnisse lagen zu jeder Zeit dicht beisammen. Ein Spiel verloren statt gewonnen, konnte durchaus ein Abrutschen um 3 bis 4 Plätze bedeuten.

Mit Flo gewann der aktivste Spieler des Abends verdient. Er bestritt 16 Spiele, die mit Abstand meisten. Interessant (und für ein Skatturnier überhaupt nicht typisch): Der Sieger verlor auch 4 Spiele, das war an diesem Abend die zweithöchste Zahl.
In dieser Hinsicht behielten nur Heiko und Frank eine reine Weste, sie verloren kein Spiel. Nun hoffen natürlich alle, dass unsere beiden Spitzenbretter diese Positiv-Serie in der laufenden Schachsaison fortsetzen.

Ich möchte allen danken, die bei der Organisation in irgendeiner Weise mitgeholfen haben. Ein besonderer Dank gebührt aber ratio. Indem er einen Teil der Feier zu seinem 40. Geburtstag ins „Immergrün“ verlegte, rettete er den 1.12. als Termin für das Turnier. Es gehört zu den Ungerechtigkeiten dieser Welt, dass ausgerechnet Peter an diesem Abend zwei Spiele mit der Augenzahl 60 verlor!
Der Endstand (in Klammern: gewonnene/verlorene Spiele):

1, Flo 1046 (12/4)
2. Heiko 930 (8/-)
3. Frank 893 (9/-)
4. Gérard 871 (9/1)
5. Jo 822 (9/2)
6. Horrz 654 (6/2)
7. Wolfram 622 (8/1)
8. ratio 349 (7/5)
9. Frankie 328 (5/3)
10. Feo 80 (3/3)

Die allgemeine Meinung war: Diese schöne Veranstaltung sollte 2022 eine Fortsetzung finden.

5. Dezember 2021

Gut geschlagen

In der 2. Runde der Thüringer Spielklassen haben sich alle drei Mannschaften der fuß brothers gut geschlagen.

Die 1. Mannschaft bekam es in der Thüringenliga mit einem Konkurrenten im Abstiegskampf, der SG Barchfeld/Breitungen zu tun. Während Heiko am Spitzenbrett früh in die Punkteteilung einwilligte, entwickelte sich das Geschehen in den anderen Schwarzpartien zunächst optimal. Step und Jonas übernahmen bald das Zepter und ließen es sich in den kommenden taktischen Verwicklungen nicht mehr entreißen. Auch Rich stand gut, stellte jedoch einzügig einen Springer ein. Wie er danach einfach weiterkämpfte, war sehenswert. Er öffnete sofort die Stellung und nutzte die schlechte Figurenentwicklung seines Kontrahenten, um unter Ausnutzung von Mattmotiven das Steuer herumzureißen. Der dritte Schwarzsieg für uns!

Die Weißpartien waren allesamt langwieriger. Basti gewann ziemlich zeitig einen Bauern, musste aber viele Züge aufwenden, um die Koordination seiner Steine wiederherzustellen. Dies tat er geduldig und mit viel Prophylaxe. Am Ende stiegen seine Springer mächtig in die gegnerische Stellung ein und holten den vollen Punkt. Frank hatte an Brett 2 ein interessantes Endspiel mit Turm und Springer gegen Turm und Läufer bei gleicher Bauernzahl. Es war lange Zeit objektiv ausgeglichen, doch für die Läuferseite angenehmer zu spielen. Als es Schwarz schließlich gelang, seinen König zu zentralisieren und nach vorne zu schieben, ging die Partie für uns verloren.

Gérard und Honza manövrierten währenddessen ruhig und positionell auf kleiner Flamme. Gérards Gegner stellte dann in Zeitnot und spielerisch unter Druck die Dame ein, sodass Honza wie schon zuvor in Liebschwitz die längste aller Partien spielte. Er transformierte kleine Vorteile, bis er in einem gewonnenen Läuferendspiel mit zwei Mehrbauern endete. Somit waren starke sechseinhalb Brettpunkte und ein wichtiger Mannschaftssieg unter Dach und Fach.

Dieser schöne sportliche Erfolg wurde noch übertroffen von einem überragenden 5:3 unserer 2. Mannschaft in der Bezirksklasse Ost gegen die Zweite des VfL Gera. An den vorderen Brettern wurden vier solide Remis eingefahren, was nicht allzu überraschend war. Doch niemand konnte damit rechnen, dass an den Brettern 5 bis 7 Danilo, Lara und Robert S. drei volle Punkte gegen gestandene Geraer Vereinsspieler erkämpfen würden!

Abgerundet wurde der Spieltag durch ein 2:2 unserer dritten Mannschaft, die gegen die Zweite von Kings Club Jena ihr Debüt in der Kreisliga erlebte. Marek und Jefim holten die Siege für uns und sicherten mit starken Leistungen den Mannschaftspunkt.

24. Oktober 2021

fuß brothers beim Spatzenturnier erfolgreich

Fast zwei Jahre durften wir keine Turniere am Brett mehr spielen. Aber nun ging es für fünf Jugendspieler, die sich sonst jeden Dienstag zum Training im Polaris treffen, zum Spatzenturnier nach Saalfeld. Dort warteten starke Gegner und spannende Partien auf uns.

In der U10 konnte Jefim einen Gegner nach dem anderen besiegen. In der sechsten Partie hatte er schon einen Springer weniger und kam dennoch zum Matt. Nur in der siebten Partie übersah er eine Springergabel und verlor seine Dame. Mit 6 aus 7 Punkten wurde er trotzdem Sieger in seiner Altersklasse.

In der U8 erlebte Alexej ein Wechselbad der Gefühle. Zwei Niederlagen gegen die späteren Turniersieger Johann Meitzner und Jonas Löffelholz warfen ihn zurück. Schließlich schaffte er mit 5:2 Punkten aber den dritten Platz. Einen Sonderpreis hätte er für die Partie gegen Theo Weihbrecht verdient. Dort spielte er seine schönste Kombination.

In der U12 waren gleich drei Spieler von uns angetreten. Und sie lieferten sich ein spannendes Kopf-an-Kopf-Rennen. Am Ende hatte Julian die Nase vorn. Mit 4,5 aus 7 Punkten schaffte er den 4. Platz. Ihm kam vor allem zugute, dass er sich Zeit nahm und gründlich über die Stellungen nachdachte. Selbst gegen den späteren Turniersieger Matteo Junge stand er nicht schlecht, verlor aber durch Zeitüberschreitung. Dicht dahinter folgten schon Niklas auf dem 6. und Leopold auf dem 7. Platz. Beide mit 3,5 Punkten und nur durch einen halben Punkt in der Feinwertung getrennt.

Gut gelaunt ging es auf den Heimweg und wir freuen uns schon auf das nächste Jugendturnier, das Sternturnier im November.

18. Oktober 2021

Unverhofft

Nach der langen Coronapause und dem Saisonabbruch spielt unsere 1. Mannschaft nun in der Thüringenliga. Obwohl wir uns personell nochmal verstärkt haben, kann das Saisonziel nur der Klassenerhalt sein.

Im ersten Spiel trafen wir auswärts auf Liebschwitz, die als Absteiger aus der Oberliga ganz klar der Favorit waren. Die Anreise mit Thomas’ Kleinbus hat gut geklappt. Jonas, der direkt aus Halle anreiste, hatte mit Nebel und seinem Navi zu kämpfen, und kam letztlich nicht ganz pünktlich zum Anpfiff. Wir waren froh, als er uns dann vollständig machte.

Sebastian einigte sich mit seinem Gegner in einem ausgeglichenen Endspiel auf Remis. Richard hatte seinen Springer in eine ungünstige Lage gebracht und stand vermutlich auf Verlust. Er opferte mutig und ideenreich einen Bauern und gelangte zu aktivem Gegenspiel. Letztlich verdient Remis. Nachdem der geplante Angriff am Damenflügel abgeblockt war, nahm Stefan das Remisangebot an. In einer ganz starken Partie zeigte Frank seine ganze Klasse und gewann mit einem schönen taktischen Schlag. Weniger Glück hatte Jonas: In komplizierter Stellung mit beiderseitigen Chancen fehlte ihm am Schluss etwas Bedenkzeit. Damit war es wieder ausgeglichen.

In einer echten Kampfpartie verteidigte sich Thomas zäh. Bei Zeitnot des Gegners verkomplizierte er die Stellung und hatte das Glück des Tüchtigen. Wir gingen in Führung. Damit sah es schon sehr gut aus. Honza hatte eine gute Stellung, aber wenig Zeit, und Heiko eine optische gute Stellung, wo es aber nicht so klar war, wie er die gegnerische Verteidigung brechen kann. Letztlich gelang es ihm nach einen langem Kampf, den vollen Punkt zu holen. Ein schöner Einstieg von Heiko bei uns. Leider verlor Honza den Faden und letztlich die Partie, aber den Mannschaftssieg konnten sie uns nicht mehr nehmen.

Mit viel Kampf, fünf entschiedenen Partien, Glück und Pech und vor allem Teamgeist haben wir einen unverhofften Auswärtssieg geholt. Wahnsinn!

10. Oktober 2021

Hochkarätig

Am 11. und 12. September 2021 hat eine Mannschaft der fuß brothers am hochkarätig besetzten Sparkassenturnier in Hoyerswerda teilgenommen. Feo, Basti, Rich und Honza (hier in umgekehrter Brettreihenfolge aufgeführt) leisteten an ihren jeweiligen Spieltischen erbitterte Gegenwehr. Sie erzielten (bei einem kampflosen Sieg) zusammen 27 Brettpunkte und 11 Mannschaftspunkte, was leider sehr knapp nur zu Platz 17 unter 23 Teams reichte. Ein Remis mehr in der Schlussrunde, und wir wären im Mittelfeld der Tabelle gelandet ...

Die detaillierte Bilanz kann hier eingesehen werden. Besonders hervorzuheben ist sicher Bastis Ergebnis, der an Brett 3 mit 7,5 aus 12 Zweitbester in der Brettwertung der Kategorie B wurde.

Gespielt wurde Schnellschach, 10 Minuten mit 5 Sekunden Inkrement pro Zug. Dies kam der spielerischen Qualität insgesamt zugute. Viele Partien wurden erst auf der absoluten Zielgeraden entschieden und manch Meisterspieler erteilte uns eine harte Lektion. Doch gerade das Gefühl, ein starkes Turnier mitspielen zu dürfen, trug zur insgesamt blendenden Stimmung bei. Wie Feo ausgerechnet hat, verbrachten wir während unseres sportlichen Ausflugs etwa gleich viel Zeit am Brett, im Bett und im Zug. Wie gut, dass auch noch ein schönes gemeinsames Essen beim Italiener dazu kam!

21. September 2021

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