Aktuelle Fußballtrainingszeit:

Donnerstag 17.00 Uhr
Sportplatz Göschwitz

Zusammenhalten

Am 1. Spieltag der Thüringer Spielklassen haben beide Schachteams der fuß brothers eine Niederlage kassiert.

Unsere 2. Mannschaft unterlag in der Bezirksklasse den favorisierten Pößneckern deutlich mit 2:6. Während Honza, Horrz, Frankie und Danilo mit ihren Gegnern die Punkte teilten, mussten Ratio, Wolfram, Sascha und Lara mit einer Null unterm Partieformular leben. Wir sind dennoch insgesamt zufrieden. Ratio hatte seine Chancen und kämpfte lange, Danilo lehnte fünfmal Remis ab, Horrz spielte eine gehaltvolle Partie. Wolfram zeigte bei seinem Einstand sehr gute spielerische Ansätze und stand lange auf Gewinn, bevor er sich in der Zeitnotphase taktisch überlisten ließ.

Wesentlich knapper ging es bei unserer 1. Mannschaft zu, die in Hermsdorf 3:5 verlor. Thomas wurde um sein Landesklasse-Debüt am Spitzenbrett gebracht, weil die Hermsdorfer eine saftige Geldstrafe in Kauf nahmen und Brett 1 unbesetzt ließen. Gérards Freude über seine ordentliche Partie hielt lange an und wurde erst am Ende durch einen unglücklichen Wettkampfverlauf ausgebremst. Beim Stand von 2½:½ (obwohl, wie wir jetzt wissen, Richard deutlich besser stand, wurde sein Remis gegen Matthias Sack allgemein als Erfolg bewertet) standen bei Step, Holger und Jonas optisch bessere Stellungen auf dem Brett, bei Step auch ein Mehrbauer. Jojo kam mit dem Winawer nicht optimal zurecht, Kevins Stellung mit schwarzen Figuren um den weißen König schien verloren. Doch nach einer grandiosen Verteidigungsleistung wendete sich bei Kevin das Blatt. Zwei weiße Springer im Zusammenspiel mit verbundenen Freibauern überstrahlten in ihrer Wirkung deutlich die schwarze Mehrqualität. Was sollte da noch passieren?

Dann ging es in den Zeitnotphasen Schlag auf Schlag: Holger verließ die soliden positionellen Bahnen, sein Kontrahent war taktisch auf der Höhe und konnte in ein Springerendspiel mit Mehrbauer abwickeln. Steps Dame wurde auf offenem Brett gefangen, und die Schrecksekunde war wohl dafür verantwortlich, dass er den letzten Rettungsanker nicht mehr warf. Jojo verlor nach harter Gegenwehr.

Und dann der tragikomische Tiefpunkt: Auf geradezu klassische Weise gab Kevin seinem Gegner, der die allerletzte Chance clever erkannt hatte, die Möglichkeit zur späten Rettung ins Patt. Hut ab vor Jonas – der konnte nun im Dienste der Mannschaft das Remis nicht mehr zulassen und „musste“, da sich sein Gegenüber auf der Höhe der Situation zeigte, die Partie verlieren.
 
Nur wenige Niederlagen hatten wir nach bisher vier Ligajahren zu Buche stehen, nun sind an einem Tag zwei weitere hinzugekommen. Wir wissen, dass dies zur neuen Realität gehört, die wir uns über Jahre geduldig erkämpft haben. Gemeinsam gewinnen ist leicht, gemeinsam verlieren ein bisschen schwerer. Doch gerade in dieser harten Saison wird sich der Zusammenhalt unserer Truppe beweisen.

23. September 2018

Chemnitz mal wieder

Selten genug bekommt man die Gelegenheit, ein Kombiturnier zu spielen. So waren wir froh, mal wieder sieben fuß brothers auf die Reise nach Chemnitz gehen zu sehen. Für uns am Start: Frane, Ratio, Horrz, Rich, Jonas, Step und Feo.

Das Turnier erwies sich als harte Prüfung. Im Schach zeigten wir das Erwartbare (ein Score knapp über 50% kann sich sehen lassen). Doch leider konnte – diesmal auf Schlacke, nicht auf der traditionellen Chemnitzer Wiese – nur eins von fünf Fußballmatches gewonnen werden, sodass die Duellwertungen meist verloren gingen.

Die Mannschaft steckte nicht auf, und stellvertretend für alle konnte zumindest Frane den Topscorer-Preis einstreichen. Vier gewonnene Blitzpartien und drei Tore reichten aus, um die Konkurrenz zu distanzieren! So ging es mit einem Fußball mehr auf die Heimreise.

Turniersieger wurde ein sich "Trainerteam" nennender Vereinsmix mit zwei IM, einem FM und dem Löberitzer Spitzenspieler Norman Schütze. Das war sicher keine Überraschung ... Wir hingegen mussten uns mit Platz 5 unter sechs Mannschaften begnügen.

Schön zu wissen, dass das Team nach doch einigen Niederlagen den Abend noch gemeinsam im Café Immergrün verbrachte. Wer vom Schach genug hatte, spielte Go. Und das Bier schmeckte nach Heimat und Sommer.

19. August 2018

Wiederauferstehung in Steinsdorf

Nach 257 Tagen Wettkampfabstinenz haben unsere Fußballer endlich wieder ein Turnier gespielt. David, Maik, Pali, Bernd, Omar, Köhlmann, Flo und Jojo trugen die weinroten Jerseys der fuß brothers unterm thüringischen Sommerhimmel spazieren und schossen sogar das ein oder andere Tor.

Und das Beste daran: Köhlmann hat den Ausflug mit all seinen kleinen Geschichten für die Historie aufbewahrt. Lest selbst und lasst euch vom Schwung der Fußballer anstecken!

12. Juli 2018

Pokal-Aus gegen Weimar

Die fuß brothers (Step, Kevin, Honza, Feo) sind in der 2. Runde des Thüringenpokals gegen den starken Landesliga-Vertreter Vimaria Weimar mit 1:3 ausgeschieden. Den Ehrenpunkt erkämpfte Honza, dessen Partie bis in die allerletzten Minuten ging.

24. Juni 2018

Saison der Superlative

Bei den heutigen Aufstiegsspielen zur Bezirksklasse in Weida hat die 2. Mannschaft der fuß brothers ihre überragende Saison gekrönt. Das Team (Thomas, Gérard, Köhlmann, Horrz, Ratio, Frankie, Sascha, Lara und Danilo) erreichte 9 von 16 möglichen Brettpunkten. Trotz Anwendung des Gemischten Systems wurden nicht die Brettpunkte, sondern die Mannschaftspunkte gezählt. Hier standen am Ende eine knappe Niederlage (3½:4½) gegen Weida II sowie ein deutlicher Sieg (5½:2½) gegen Liebschwitz III zu Buche. Der resultierende 2. Platz reicht uns zum Aufstieg.

Dieser Sprung in die Bezirksklasse Ost ist das Sahnehäubchen auf eine Saison der Superlative, die sich nicht nur an Ergebnissen misst. Auch heute wieder bewiesen die Unterstützer Feo, Daniel, Jonas und Frank vor Ort den überragenden Zusammenhalt im Verein. Und natürlich wurde auch am Abend in Jena in mittelgroßer Runde mit goldgelben Getränken auf die fantastische Spielzeit unserer 2. Mannschaft angestoßen!

10. Juni 2018

Spiel frei ohne spielfrei

Jojo hat einen feinen, kleinen Bericht zum heutigen Mannschaftsschnellschach verfasst:

In Weißenfels ging heute traditionell wieder eine Mannschaft der fuß brothers an den Start. Mit von der Partie waren in ebendieser Reihenfolge "Spitzenspieler Tim", "Fahrer Jonas", "Rückgrat Gérard" und "Seltener Gast Jojo". Bei einem überschaubaren Feld von 13 teilnehmenden Mannschaften wurde wie üblich ein neunrundiges Schweizer System angesetzt – mit neun spielfreien Paarungen. Das Ziel war schnell klar: gut genug spielen, um alle Runden spielen zu dürfen. Wir starteten gut und landeten bereits in Runde 3 an Tisch 1 beim späteren Turniersieger Schott Jena I. Nach der einkalkulierten Niederlage kassierten wir noch eine zweite gegen den späteren Tabellendritten SG Leipzig II – Gérard rettete beide Male unsere Ehre. Bevor es in die Pause ging, tüteten wir noch unseren dritten Mannschaftssieg ein.

Nach dem wohlverdienten Sonnenbad ließ die Genauigkeit bei uns etwas nach. Wir starteten mit einem 2:2 gegen Leipzig I, wobei Gérard und Jojo den sicher geglaubten halben Punkt jeweils liegen ließen. Es folgte ein 1½:2½ gegen Löberitz mit einem spannenden Finale an Brett 4. In einem Turmendspiel mit hoher Remistendenz wurde von beiden Seiten bis zur letzten Sekunde um den Mannschaftssieg gekämpft. Jojo fehlten die Routine und am Ende letztlich nur zwei Sekunden, um im Spiel um die Zeit die Oberhand zu behalten.

In den letzten beiden Runden bewiesen wir nochmal Stärke und Mannschaftsgeist. Die Siege gegen den Gastgeber und die Naumburger brachten uns schließlich mit 11:7 Punkten auf Rang 5 – ein Ergebnis, mit dem alle recht zufrieden sind. Auch in der Einzelwertung brauchen wir uns nicht zu verstecken mit jeweils 5 starken Punkten von Tim und Jonas an den vorderen Brettern, 7 Punkten vom Ruhepol Gérard und 4½ hart erkämpften Punkten von Jojo nach zweijähriger Abstinenz. Und als Sahnehäubchen haben wir auch noch unser kleines Ziel erreicht: Wir mussten nicht zwangspausieren!

27. Mai 2018

Eine neue Liga ist wie ein neues Leben

Unsere 1. Mannschaft hat das letzte Spiel der Bezirksliga Ost gegen Kings Club Jena mit 4½:3½ für sich entschieden. Der spannende Kampf ging bis in die sechste Spielstunde. Exakt um 14:25 Uhr konnte unser 77-jähriger Matador Gérard den vollen Punkt verbuchen, der unser vierter war und den Staffelsieg besiegelte.

So endet eine nahezu perfekte Saison, die wir als Bezirksliga-Neuling begonnen haben, mit dem direkten Aufstieg in die Landesklasse Ost. Eine Sensation, mit der wohl selbst die kühnsten Optimisten kaum gerechnet haben dürften. Wir fangen erst langsam an zu realisieren, was es bedeutet.

6. Mai 2018

Fröhliches Fehlerfestival

Der 8. Spieltag der Thüringer Spielklassen verlief für die Mannschaften der fuß brothers erfolgreich.

Unsere 2. Mannschaft machte mit einem 2:2 beim ursprünglichen Staffelfavoriten aus Bürgel den Kreismeistertitel klar. Ein leichter Sieg von Horrz und zwei clevere Remis von Köhlmann und Gérard reichten zum Wunschergebnis. Damit hat das Team das Recht erworben, an den Relegationsspielen um den Aufstieg in die Bezirksklasse Ost teilzunehmen. Ob diese wie geplant stattfinden oder bessere Lösungen gefunden werden, hängt vom Verlauf der Bezirkshauptversammlung am 5. Mai ab.

Unsere 1. Mannschaft musste gegen die starken Langenberger ran. Unter den gestrengen Blicken einer lebensgroßen uniformierten Puppe der Privilegierten Schützengesellschaft Langenberg wurde voll gekämpft, was eine Vielzahl an abgelehnten Remisangeboten beweist. Der Kampf begann mit einem Paukenschlag: Kevin, gesundheitlich etwas angeschlagen, stand mit Schwarz bereits nach 12 Zügen besser, vertauschte jedoch beim Einkassieren eines Bauern die Züge und stand plötzlich auf Verlust. Gentlemanlike gab er sofort auf. Da war es gut, dass Richard die überaus laxe Eröffnungsbehandlung seines Kontrahenten mit einer hübschen Miniatur bestrafte und so für den schnellen Ausgleich sorgte. Er kombinierte verschiedene taktische Motive und gewann mustergültig bei vollem Brett eine Figur. Nach 17 Zügen war Schluss!

An den anderen Brettern ging es weniger schnell. Feo spielte geduldig gegen einen gezackten weißen Bauernwall. Doch als sein Gegner den siebenten Bauern auf ein weißes Feld schob, hing plötzlich ein Springer auf f3 durch. Feo griff zu und entlarvte auch den darauf folgenden Schwindelversuch durch eine kühle Abwicklung ins Endspiel, wo die Mehrfigur leichtes Spiel garantierte. Das war die Führung, die nach dem Friedensschluss am letzten Brett weiter Bestand hatte. Holger war in einer französischen Struktur ohne weißfeldrige Läufer gut gestartet, konnte aber seine Kräfte nicht bündeln und geriet unter Druck. Er stellte zunächst einen Bauern ein und dann eine Figur, doch der zweite Fehler blieb unentdeckt. Holger verteidigte sich nun schlau und zäh. Nachdem sich die Wogen geglättet hatten, war ein kompliziertes Endspiel entstanden, in dem sich die Chancen die Waage hielten. Folgerichtig Remis.

Nun spielten wir nur noch mit Weiß. Honza gelang es, in einer Katalanischen Partie positionelle Dominanz herzustellen, die in einen Königsangriff mündete. Nachdem er die erste Gelegenheit zur Klärung hatte verstreichen lassen, sah er beim zweiten Mal genauer hin. Sein h-Bauer ging bis g7 und entblößte die schwarzen Felder in Königsnähe. Ein Qualitätsopfer beschloss den Mattangriff. Zwei Bretter weiter vorne knetete Jonas beharrlich ein vorteilhaftes Turm- und Springerendspiel. Er tat dies so lange, bis sein Gegner den Angriff des weißen Springers auf den schwarzen Turm einfach ignorierte. Dieser schwarze Turm schmeckte uns allen besonders gut, denn er besiegelte den Mannschaftssieg.

Umso bemerkenswerter, dass an den beiden verbliebenen Brettern weiterhin um jeden Millimeter gerungen wurde. Basti bekam seine Vorbereitung aufs Brett. Er opferte mutig einen Bauern und rückte dem schwarzen König zu Leibe. Sein Kontrahent verteidigte sich zunächst originell, stellte dann jedoch zweizügig eine Figur ein, die Basti verschmähte, weil er seinem kreativen Gegenüber einen solchen Fehlgriff einfach nicht zutraute. So verflachte die Stellung nach und nach und Basti konnte trotz nachhaltiger Bemühungen keinen vollen Punkt mehr herausholen. Dennoch eine beeindruckende Vorstellung von beiden!

Dasselbe lässt sich von der Partie am Spitzenbrett sagen. Step war nicht optimal aus der Eröffnung herausgekommen und musste gegen einen Wolga-ähnlichen Aufbau spielen, doch ohne den üblichen Mehrbauern. Unter Druck griff er fehl und stand wohl auf Verlust. Mit dem Mute der Verzweiflung ging er im Endspiel mit seinem König bis nach g6 und profitierte vom überambitionierten Spiel seines Gegners in dieser Phase. Ein brillantes Figurenopfer brachte ihn zurück ins Spiel, denn bei reduziertem Material gab es plötzlich Mattdrohungen. Beide Kontrahenten spielten in extremer Zeitnot feinsinnig, doch zunehmend inkorrekt. Kurz vor der Zeitkontrolle verdarb Step durch übermotivierte Königszüge seine Position, sodass sie wenige Züge später bereits aufgabereif war. Die schwarzen Steine standen bei unausgewogenen materiellen Verhältnissen plötzlich optimal und Langenbergs Spitzenspieler bewies sein hohes Stellungsverständnis. Ein würdiger Abschluss vor Publikum!

Am Analysebrett bei kulinarischer Versorgung beschäftigte uns ein wenig die Frage, wie so viele Fehler auf beiden Seiten an einem Tag geschehen konnten. Mit etwas zeitlichem Abstand erscheint die Antwort logisch: Die kämpferische Einstellung beider Teams begünstigte die Risikobereitschaft und so auch die Fehlerquote. Am Ende hatten wir ein wenig Glück und können nun entspannt und voller Vorfreude auf das Spitzenspiel gegen Kings Club 98 zum Saisonausklang blicken.

23. April 2018

Heimspiel an 12 Brettern

Feo hat einen Bericht zur 7. Runde der Bezirksliga Ost verfasst:

Die 7. Runde der Thüringer Spielklassen bescherte uns ein Heimspiel an 12 Brettern. Unsere 1. Mannschaft empfing den Meuselwitzer SV, währenddessen unsere 2. Mannschaft gegen die 2. Mannschaft von Kings Club Jena ran musste.

Leider, aber zumindest zu unseren Gunsten, endeten die ersten zwei Partien des Tages schon, bevor sie begonnen hatten. Kings Club hatte die ersten zwei Bretter krankheitsbedingt nicht besetzen können und so stand es nach bereits einer Stunde 2:0 für unsere Zweite. Horrz und Sascha waren es, auf deren Konto diese "Punkte" gingen. Am dritten und vierten Brett hatten Lara und Danilo zwei volle Partien auf dem Brett. Nachdem beide gut aus der Eröffnung gekommen waren, spielten sie immer noch zähe Partien. Mit der Zeit setzen sich jedoch die Erfahrung und das Sitzfleisch ihrer Gegner durch. So endete der 7. Spieltag für unsere 2. Mannschaft mit einem 2:2 und einem Mannschaftspunkt Ausbeute. Zwar sind in der Kreisklasse noch drei Spieltage zu absolvieren, dennoch liegt unsere Mannschaft mit 5 Mannschaftspunkten Vorsprung klar an der Spitze. Damit steht sie kurz vor der Berechtigung, an den Aufstiegsspielen zur Bezirksklasse Ost teilzunehmen.

In der ersten Mannschaft waren wir motiviert wie immer. Wenngleich Meuselwitz ohne ihre gemeldeten ersten drei Bretter anreiste, war uns dennoch klar, dass der Gegner nicht unterschätzt werden durfte. So entwickelte sich der Kampf auch spannender als von uns erhofft. So mussten wir beispielsweise auf unseren Captain und Punktegarant Holger verzichten und auch Kevin konnte nicht spielen. Dafür konnten wir mit Gérard und Ratio auflaufen.

Als erstes beendete Feo seine Partie. Aus einer gesunden Eröffnung heraus ging er mit einem Mehrbauern in das Mittelspiel, welches anfangs noch alle besser einschätzen, als es wirklich war. Die gegnerische Initiative und inkorrektes Spiel ließen die Partie schnell ins Remis abdriften. Die zweite Partie endete am 3. Brett. Rich war über die gegnerische Eröffnung so verwundert, dass er sich in eine schlechtere Stellung spielte. Bereits mit Minusqualität startete er einen Königsangriff, der hoffen ließ. Leider opferte der Gegner an der richtigen Stelle Material zurück und gewann kurze Zeit später. So lagen wir erst einmal in Rückstand.

Die nächste Partie beendete Gθrard beziehungsweise seine Gegnerin, die in schlechter Stellung die Zeit überschritt. In der Eröffnung hatte Gθrard so einen Zeitvorsprung erlangt, dass die Gegnerin keine Zeit mehr zur Verfügung hatte, als es wichtig wurde. Basti überspielte seinen Gegner eindrucksvoll und konnte so einen weiteren Sieg beisteuern. Ähnlich wie Gθrard beendete auch Ratio seine Partie. Auch er gewann auf Zeit. Seine Stellung war allerdings schon deutlich besser und hätte nicht mehr vieler Züge bedurft.

Honza spielte eine solide Partie, in der er immer wieder etwas anzuzetteln versuchte, der Gegner verteidigte sich allerdings umsichtig. Wahrscheinlich war dies jedoch so kräftezehrend, dass ihm dann doch noch ein Einsteller unterlief, der Honza nicht entging. So konnte hier der nächste Punkt eingesammelt werden. Step bewies uns wieder einmal seine guten Eröffnungskenntnisse. Mit zum Teil vorbereiteten Varianten erreichte er ein vorteilhaftes Mittelspiel, welches er sehenswert und klar in einen vollen Punkt umwandeln konnte. Als letztes beendete Jonas seine Partie. Während die Partie zunächst klare strategische Pläne enthielt, wurde sie immer taktischer. Nachdem Jonas aus taktischen Gründen ein Remisangebot abgelehnt hatte, begann die Partie fast unendlich kompliziert zu werden, sodass selbst in der Analyse nicht alle relevanten Varianten zu aller Zufriedenheit geklärt werden konnten. Als Jonas dann aber in einem eher ausgeglichenen Turmendspiel mit Mehrbauern landete, gewährte er dem Gegner ein Remis, was unseren 6:2-Sieg besiegelte.

Der Spieltag wurde in alter Manier bei Essen und Bier, jedoch auch einigen wenigen alkoholfreien Getränken ausgewertet. Drei Runden für die 2. Mannschaft und zwei Runden für die 1. Mannschaft stehen noch an, und langsam beginnen wir zu träumen, was noch möglich ist.

20. März 2018

Es läuft ...

Step hat einen Bericht zum 6. Spieltag der Bezirksliga geschrieben, den wir nun mit einiger Verspätung publizieren:

In der sechsten Runde waren wir zu Gast bei Jenapharm, dem Absteiger aus der Landesklasse und somit legitimen Aufstiegskandidaten. Die Spielbedingungen waren hervorragend und wir freuten uns auf einen spannenden Kampf. Frank Rauhut spielte gegen Honza eine unerwartete Variante. In einer hochdynamischen Theoriestellung, bei der sich beide nicht ganz sicher waren, wie es weitergeht, einigte man sich auf Remis. Ein Schwarzremis gegen Rauhut ist voll in Ordnung.

Nach dem Sohn Honza machte dann auch der Vater Gérard ein schnelles Schwarzremis gegen Steffen Skarus. Sicherlich ein Ergebnis, mit dem beide zufrieden sein können. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt bot Bernd Mißbach mir Remis. Genau das hatte ich befürchtet. Vor der Partie dachte ich mir, dass ein Remis gegen Bernd okay ist und ich es nicht überziehen will. Aktuell stand ich aber schon etwas besser. Ich fragte Honza, wie die anderen stehen und was ich machen soll. Er sagte mir einfach, dass ich eine rationale Entscheidung treffen soll. Ich ging zurück ans Brett und überlegte mir, dass ich die schwarze Stellung nicht gerne hätte, also spielte ich weiter.

Als nächstes spielte Basti Remis, der sich nie ganz wohl gefühlt hatte in seiner Stellung. Ein Remis gegen Igor Asmykovich ist aller Ehren Wert. Bei der Partie von Günther Wagner gegen Jonas war mir schon vorher klar, dass alles passieren kann. Die Partie gab mir recht. Jonas gelang es, mit Schwarz schnell eine Gewinnstellung zu erreichen, er übersah dann aber ein Springerabzugsmanöver des Gegners, das sogar zum Verlust hätte führen können. Zum Glück hat Günther Wagner das aber auch nicht gesehen. Jonas gewann letztlich schnell und nicht unverdient.

Holgers fulminante Siegesserie wurde von Wolfgang Thöle gebremst. Holger überstand eine schwierige Phase durch ideenreiches Spiel und stand am Ende vielleicht sogar besser. Er hat jetzt "nur noch" 5½ aus 6. Ob das seinen nächsten Gegnern Mut macht, darf bezweifelt werden. Rich spielte gegen Thomas Kloß eine offene Stellung und viele hofften auf einen Sieg für uns. An ein paar Stellen ließ Rich vermutlich chancenreiche Möglichkeiten liegen, letztlich ist ein Remis gegen Thomas Kloß aber ein gutes Resultat.

Ich war inzwischen froh, das Remis abgelehnt zu haben, da ich zu einem schönen Angriff kam. In den Analysen nach der Partie endete es für Schwarz im besten Fall in einem schlechten Endspiel. Wer weiß, was da passiert wäre. In der Partie griff Bernd aber fehl und ich konnte kompensationslos einen Bauer gewinnen. Bernd entschied sich dafür, die Qualität zu geben. Jedoch konnte ich seine Festung noch vor der Zeitkontrolle überwinden.

Feo stand aus der Eröffnung heraus gegen Rainer Vater auf Gewinn, so deutlich muss man das sagen. Leider entging ihm an einer Stelle der zweite Bauerngewinn, Rainer hätte wahrscheinlich sofort aufgegeben. Letztlich verteidigte sich Rainer so zäh, dass es am Ende nur Remis wurde. Schade, aber unterm Strich kein Ergebnis, über das man sich grämen muss.

Insgesamt haben wir Jenapharm verdient mit 5:3 geschlagen, und das ohne Einzel-Niederlage. Wir führen nun die Tabelle an mit 11 vor Kings Club mit 10 und Jenapharm mit 9 Punkten. Wer hätte das vor der Saison gedacht? Wie immer wurde anschließend gemeinsam analysiert, und wir ließen bei Jasmin-Tee und Rotwein den Sonntag ausklingen.

Dass auch unsere 2. Mannschaft – verstärkt durch unseren "französischen Gastspieler" Daniel – einen klaren Sieg gegen Kahlas Zweite einfahren konnte, machte das Resümee des Tages dabei umso schöner!

25. Februar 2018

Ostthüringer Meisterschaften

Anfang Februar fanden in Dittrichshütte die Ostthüringer Meisterschaften der Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen statt. Die fuß brothers waren mit einer mittelgroßen Delegation dabei. Unter der Führung der beiden Betreuer Felix Osterloh und Frank Weingart kämpften Sascha, Lara, Danilo und Marek für unsere Farben. Alle konnten ihre Pünktchen sammeln und teils im vorderen, teils im hinteren Mittelfeld landen.

Richard Latka spielte seine erste regionale Meisterschaft im Männerbereich und blieb ungeschlagen. Mit 3½ aus 5 erreichte er ein hervorragendes Ergebnis und lag damit nur einen halben Punkt hinter dem Titelgewinner.

Am Rande der klassischen Wettkämpfe wurde auch die Ostthüringer Blitzmeisterschaft ausgetragen, die der Hermsdorfer Matthias Sack für sich entschied. Felix konnte mit 7 aus 11 einen tollen 3. Platz erringen, Richard kam mit derselben Punktzahl auf dem 8. Platz ein, was die Ausgeglichenheit des vorderen Feldes dokumentiert.

Feo hat eine detaillierte Chronik der Ereignisse des Wochenendes geschrieben. Vielen Dank dafür!

8. Februar 2018

Doppelheimsieg

Richard hat einen lesenswerten und umfangreichen Bericht zum letzten Punktspieltag der beiden Schachteams verfasst:

Den fuß brothers gelang am 14. Januar 2018 ein schöner, aber enger Doppelsieg. Um 9:00 Uhr ertönte der Startschuss, 13 brothers am Start (Martin als Zuschauer, Kaffeebringer und Organisator, Frank Weingart als mitfiebernder Zuschauer). Gleich die erste Nachricht: Dennys Aufstehen hatte sich gelohnt, sein Gegner erschien nicht. Kurze Zeit später gewann Lara mit einem eleganten Doppelangriff, und unsere Zweite führte bereits 2:0. Nach einer langen, positionell geprägten Partie erreichte Danilo eine klare Gewinnstellung, doch das Aufatmen sollte zum Verhängnis werden. Der Gegner erschlich sich in letzter Sekunde eine Springergabel mit Turmgewinn, so endete diese Partie unglücklich. Doch wie Tal sagte: "Sicherlich sind Fehler nicht gut für eine Partie, aber sie sind unvermeidlich, ein Spiel ohne Fehler – und somit sozusagen makellos – wäre auf jeden Fall farblos." Gérard erkämpfte sich bereits früh eine Figur, trug diese bis ins Endspiel und gewann. So war der Sieg gegen Blau-Weiß Bürgel 3 mit 3:1 besiegelt.

Die erste Mannschaft hingegen erlebte einen echten Hitchcock-Krimi. Basti und Rich eroberten nach der ersten Spielstunde jeweils ein Remis in Stellungen, wo sie kaum bis keine Gewinnpläne sahen. Die anderen Bretter standen zu diesem Zeitpunkt gut da. Also 1:1. Als nächstes entschied sich die Partie von Jonas. Es war eine hart umkämpfte Partie, wobei sich Jonas trotz eines Bauern-Nachteils zurückkämpfte und schließlich sogar mit dem entfernten Freibauern eine leicht bessere Stellung erhielt. Doch dann geschah etwas Bitteres, sein Turm wurde auf d4 gefangen und das Ergebnis erzählte nicht die Geschichte der Partie. Es stand 1:2.

Holger spielte eine strategisch angelegte Partie über gut drei Stunden. Dann jedoch geschah es – die Figurenstellung erlaubte es, einen gedeckten Bauern zu nehmen, mit einem Springer, um danach Turm und Dame mit einem Bauern aufzugabeln. Holger überlegte eine gute Viertelstunde, in der Basti echte Angstzustände erlitt. Schließlich nahm Holger den Bauern wohlüberlegt mit und sicherte sich den Sieg: 2:2.

Die nächste Ergebnisänderung erfolgte erst kurz vor der vierten Spielstunde. Ratio einigte sich mit seiner Gegnerin auf ein Unentschieden, wobei beide sehr langsam und wohldurchdacht gespielt hatten. Eine faire Einigung und das 2½:2½.

In der Partie von Feo geschah erneut das Unglaubliche. Er spielte eine strategisch durchgeplante Partie, in der er die Leichtfiguren abtauschte und dann mit einem Bauernsturm am Königsflügel den Gegner einschnürte. Er überspielte seinen abwartenden Kontrahenten, fesselte die gegnerische Dame mit seinem Turm und war in der Lage, diese zu schlagen. Doch in der fünften Spielstunde kann man schon mal etwas übersehen. Feo wollte die Partie mit einem schönen Zwischenschach mit darauffolgendem Matt abrunden, jedoch war der weiße Turm leider noch in der Lage, diese Kombination in einen Verlust umzumünzen – die dritte bittere Niederlage für die fuß brothers und das 2½:3½!

Nun waren die letzten beiden brothers am Schwitzen. Würden wir noch ein Unentschieden oder sogar einen Sieg erreichen? Honza spielte eine Partie mit vielen taktischen Abwicklungen und einigen Mattdrohungen. Nachdem Feos Partie verlorengegangen war, überlegte er lange und fand einen vielversprechenden Angriff. Durch eine kleine Ungenauigkeit des Gegners stellte er schließlich eine undeckbare Mattdrohung auf und bescherte den fuß brothers wieder Hoffnung: 3½:3½.

Step hatte nun alles in der Hand und er ließ die Partie nicht fallen. Er hatte bereits früh einen Bauern erobert und behielt diesen, machte ihn zu einem gedeckten Freibauern und rannte dann zielstrebig im Turmendspiel immer weiter mit seinem Freibauern und dem König zur Ziellinie. Dort scherte er sich nicht um die angebotenen Bauern des Gegners, stellte stattdessen Mattdrohungen auf und brachte den Bauern bis kurz vor den Touchdown. Eine wahrlich konsequente Spielführung und die Unermüdlichkeit Steps brachten uns nach fast sechs Stunden den Sieg und die Erleichterung. Endergebnis: 4½:3½ gegen VfL 1990 Gera 2.

Wir ließen die gesammelten Erlebnisse – gute und schlechte – hinter uns, bei einer Kaiserente (S 10) und anderen chinesischen Spezialitäten. Wir danken den Zuschauern Horrz und Frank für ihre Anteilnahme und ihre mentale Unterstützung!

Es bleibt noch abschließend zu erwähnen, dass wir damit unser Saisonziel – den Klassenerhalt – wohl erreicht haben. Allerdings kommen nun erst die wirklich starken Teams der Liga. Wir können diesen Spielen mit großer Gelassenheit entgegenblicken, denn das Soll ist bereits erfüllt.

17. Januar 2018

Thüringer Meisterschaft im Mannschaftsblitz

Kevin hat ein Resümee des Ausflugs in die Landeshauptstadt verfasst:

Am 16.12.2017 fanden die diesjährigen Thüringer Blitzschach-Mannschaftsmeisterschaften beim ESK Erfurt statt. Diesmal gingen mit Vorjahressieger ESK Erfurt (2. Bundesliga), SC Randspringer Bad Salzungen (Landesklasse West) und uns (Bezirksliga Ost) leider nur drei Teams an den Start. Obwohl wir aufgrund der Ligazugehörigkeit nominell die Schwächsten waren, setzten wir uns das Ziel, den zweiten Platz zu erreichen. Mit unserer Aufstellung (Step, Kevin, Feo und Rich) waren wir auch ganz zuversichtlich.

Aufgrund der geringen Teilnehmerzahl wurde doppelrundig im Scheveninger-System gespielt. Das heißt, jeder Spieler von uns spielte zweimal gegen jeden Spieler der beiden anderen Mannschaften. So kamen alle auf 16 Partien. Gewinnen sollte das Team, das die meisten Brettpunkte erspielt.

Am Ende der 16 Partien gab sich der ESK Erfurt mit den Spitzenspielern GM Enders, IM Machelet, IM Brüggemann und IM Casper keine Blöße und erspielte souveräne 56,5 Brettpunkte. Der Kampf um Platz 2 war spannend bis zur letzten Runde und wurde tatsächlich durch einen halben Brettpunkt entschieden. Mit 20 Brettpunkten erspielte sich die Landesklasse-Vertretung des SC Randspringer Bad Salzungen vor uns mit 19,5 Brettpunkten den zweiten Platz. Somit konnten wir unser gestecktes Ziel nicht ganz schaffen, waren aber nah dran. Bester Scorer für die fuß brothers war Kevin, der 8 Punkte beisteuern konnte.

Trotz der geringen Beteiligung war es ein schönes und faires Turnier. Der zweite Platz war in dieser Konstellation schaffbar und ist als Ziel für nächstes Jahr ausgegeben worden – egal, wer mitspielt. ;-) Die Auswertung des Turniers erfolgte prompt bei einem kühlen Bier, sodass die kurzfristige Enttäuschung schnell in Freude über einen schönen Schachsamstag überging.

27. Dezember 2017

Nachtrag

Nachzureichen sind noch die Ergebnisse unserer 2. Mannschaft am 4. Spieltag der Kreisliga. Gegen die Zweite von Blau-Weiß Bürgel konnten der Mannschaftssieg und dreieinhalb Brettpunkte eingefahren werden. Gérard, Horrz und Danilo gewannen ihre Spiele, während Sascha ein Remis beisteuerte. Damit führt unsere Bezirksliga-Reserve überraschend die Tabelle der Kreisliga an, was freilich nach vier von zehn Spieltagen nicht viel zu bedeuten hat.

18. Dezember 2017

Aufatmen

Die Jugendmannschaft der fuß brothers hat in einem äußerst knappen Rückspiel gegen die Schachfreunde Greiz den Bezirksmeistertitel U20 errungen. Nach einem 2:2 im Hinspiel kamen wir gut aus den Startlöchern und standen nach einer Stunde Spielzeit in allen Partien zufriedenstellend. Doch dann nahmen die Ereignisse Fahrt auf.

An Brett 3 griff sich Danilo einen vergifteten Bauern auf b2 und geriet anschließend in taktische Nöte. Wenngleich sein Gegner nicht die besten Fortsetzungen wählte, war Danilo nun doch zu durcheinander. Er stellte gleich noch eine Figur ein, wonach die Niederlage besiegelt war.

Ganz anders Richard am Spitzenbrett. Mit großer Entschlossenheit brachte unser Mannschaftsleiter seine Steine harmonisch ins Spiel und nutzte die erste Gelegenheit zum taktischen Einschlag. Ein schönes Scheinopfer auf d4 brachte ihm zwei Mehrbauern und etwas später weiteres Material. Ein überzeugender Sieg!

Lara musste in der Eröffnung improvisieren, da sie ein Dameschach auf h4 übersehen hatte, doch dies tat sie mit Bravour. Sie erspielte sich mit logischen Zügen eine positionell vorteilhafte Stellung. Beim Versuch, die Verwicklungen taktisch zu lösen, übersah sie jedoch ein Zwischenschach und hatte plötzlich eine Minusfigur mit nur zwei Bauern als Kompensation. Als ihr Kontrahent dann einen ganzen Turm einstellte, schienen die Messen gelesen. Lara verbesserte ihre Stellung Schritt für Schritt, war aber nicht mehr konzentriert genug. So entschlüpfte ihr Gegner glücklich ins Dauerschach.

Alle Aufmerksamkeit lag nun auf Saschas Partie an Brett 2. Er hatte eine komplexe Stellung vor sich, in der beide Spieler knifflige Aufgaben zu lösen hatten und dementsprechend oft fehlgriffen. Sascha eroberte eine Qualität, öffnete aber kurz darauf leichtsinnig eine Diagonale, wodurch sich sein Springer in einer schrecklichen Fesselung befand. Gerade als die Partie wieder zugunsten der Greizer Schachfreunde kippte, platzierte Sascha eine clevere Remisofferte, die zu unser aller Überraschung angenommen wurde.

Unser aller – das heißt in diesem Falle: Horrz, Ratio, Jonas, Gérard, Honza und Feo. Denn ja, die halbe Männermannschaft war erschienen, um den Jugendlichen die Daumen zu drücken. Nun, da das 4:4 in der Gesamtwertung und der damit verbundene Mannschaftssieg nach Berliner Wertung in Sack und Tüten waren, wurden viele Hände geschüttelt. Ein allgemeines Aufatmen begleitete die frohe Erkenntnis: Unsere Jugendmannschaft ist Ostthüringer Meister!

17. Dezember 2017

Schöner Schnee und starkes Schach

Basti hat seine Eindrücke vom Wochenende für uns aufgeschrieben:

Zum letzten Saisonspiel des Jahres startete die 1. Mannschaft der fuß brothers ihre Auswärtsfahrt bei eisigem, aber noch klarem Wetter zu den sympathischen Schachfreunden von Altenburg. Nach einer langen, gemütlichen Zugreise fanden wir uns im schönen Spiellokal im Hotel Astor wieder. Unsere Zielsetzung war, mit einem Sieg unser Minimalziel Klassenerhalt abzusichern.

Als erster beendete Feo seinen Kampf friedlich. Die Umstellung seines Repertoires hielt der aggressiven Eröffnungsbehandlung des Gegners stand und so konnte er sich ein solides Schwarzremis erkämpfen. Auch Kevin durfte mit dem Eröffnungsverlauf zufrieden sein. Nachdem er sich einen Überblick über die laufenden Partien verschafft hatte, nahm er in angenehmer Stellung das Remisangebot seines Gegners an. Leider lief es bei unserem ansonsten hochsoliden Spitzenbrett Stefan diesmal nicht so gut. Die ungewohnte Eröffnungsstruktur sowie das Unterschätzen der gegnerischen Möglichkeiten, gepaart mit starken Opfern seines Gegners, führten zu einer schnellen Niederlage. Respekt an das Spitzenbrett von Altenburg!

Glücklicherweise konnte Honza aber für uns punkten. Er bekam einen ihm gut bekannten Stellungstyp aufs Brett, mit dem wir in dieser Saison schon die ein oder andere Erfahrung sammeln konnten. Mit einem gut getimten Bauernvorstoß gewann er eine Figur und münzte diesen Vorteil erfolgreich in einen Sieg um. Zur Halbzeit stand es somit 2:2. Glücklicherweise hatten wir bei den laufenden Partien aber klare Vorteile.

Basti sorgte dann für die Führung. Nach einem schönen positionellen Bauernopfer in der Eröffnung konnte er die gegnerischen Figuren in ihrer Entwicklung stark beeinträchtigen. Durch geduldiges Heranführen aller Streitkräfte erhöhte er den Druck immer mehr, bis ihm das seltene Kunststück gelang, bei fast vollem Brett die gegnerische Dame zu fangen. Als nächstes krönte Richard sein starkes Spiel mit einem Sieg. Nach der zurückhaltenden Eröffnungsbehandlung seines Gegners konnte er mit geduldigem positionellem Spiel seine Stellung stufenweise verbessern. Er verzichtete clever auf einen Bauerngewinn und setzte lieber auf seinen Freibauern in Verbund mit großer Überlegenheit seines Springers gegen den gegnerischen Läufer. Die starke Leistung wurde mit einem vollen Punkt belohnt. Somit benötigten wir bei zwei laufenden Partien noch einen halben Punkt zum Gesamtsieg.

Unsere beiden Vollblutkämpfer Jonas und Holger dachten aber nicht ans Remisieren. Mit viel Geduld überspielte Jonas seinen Gegner schließlich im Endspiel. Er zwang Turm und Spinger (auf dem Feld a8) des Gegners zu völliger Passivität und lief dann mit seinem König ins Feindesland. Das bescherte ihm einen hart erkämpften, aber wohlverdienten schönen Triumph. Respekt. Ebenfalls eine starke Endspielleistung zeigte Holger. Nachdem er zunächst mit Eröffnungsschwierigkeiten zu ringen hatte, konnte er sich dank zu vieler gegnerischer Damenzüge wieder in eine ausgeglichene Stellung zurückkämpfen. Nun war er in seinem Element und verbesserte mit schönem positionellem Spiel seine Stellung immer weiter. Wenngleich er eine erste kleine Kombi noch übersah, zeigte er doch später sein taktisches Geschick und krönte mit einer erfolgreichen Ablenkung nebst Gabel seine geduldige und druckvolle Spielweise. – So siegten wir schließlich 6:2.

Zu unserer Überraschung kamen wir in einem völlig schneebedeckten Jena wieder an. In kleiner Runde analysierten wir bei leckerem Essen unsere Partien und verabschiedeten uns mit guter Laune in die letzten Wochen des Jahres.

3. Dezember 2017

Die ersten Heimspiele

Jonas hat einen Kurzbericht zu den Mannschaftskämpfen des 3. Spieltages verfasst:

Erfolgreich haben die fuß brothers ihre ersten Heimspiele in der neuen Saison bestritten. Die 2. Mannschaft musste am 5. November im Spitzenspiel gegen Bürgel ran, welches sie knapp für sich entscheiden konnte. Die erste Mannschaft sah sich den starken Saalfeldern gegenüber und schaffte in einem engen Kampf das Unentschieden.

Für die 2. Mannschaft begann es gleich mit einem Paukenschlag: Beim Übergang ins Endspiel gewann Sascha einen Bauern, dann eine Figur und schließlich die Partie. Am Spitzenbrett saß Gérard dem starken Janek Schleicher gegenüber. Nach kurzem, aber spannendem Partieverlauf wurden die Punkte geteilt. Nun lag es an Horrz und Ratio, den Mannschaftssieg einzupacken. Beide hatten durch aktive Spielanlage angenehmere Stellungen erreicht, aber durch zwei taktische Verwicklungen mussten sie Material hergeben. Doch Horrz fand später in komplizierter Stellung die richtigen Züge und konnte ein wunderschönes Mattbild entdecken. So stand am Ende der Mannschaftssieg fest und es tat nicht weh, dass Ratio die Waffen strecken musste.

In der 1. Mannschaft waren derweil an den Brettern 1, 2 und 5 die Punkte geteilt worden. Bei Step folgte eine Theorie-Auseinandersetzung im Damengambit, wo Schwarz nicht einmal in Gefahr schwebte. Kevin teilte aus persönlichen Gründen schnell die Punkte, während Jonas in leicht besserer Stellung die Offerte des Gegners annahm. Gleichzeitig gewann Rich, dessen riskantes Gambit funktionierte, seine Partie. Er holte sich im Mittelspiel eine Qualität und verwertete seinen Vorteil. Honza spielte eine dominante Partie, verlor aber den Faden und vereinbarte das Remis. Basti hatte sich in der Eröffnung einen rückständigen Bauern eingehandelt und wurde danach gnadenlos von der starken Meike Ratay überspielt. Leider hatte sich auch Feo nach guter Eröffnung zu sehr in die Defensive drängen lassen und musste sich geschlagen geben. Nun lag alles an Holger. Nur er konnte uns das Unentschieden retten. Er baute seine positionellen Vorteile aus und sicherte sich präzise und ruhig den Sieg.

So trotteten die erschöpften Helden in eine Kneipe zu Speis und Trank, wo am Analysebrett noch die schönen Züge und die blöden Fehler zu bestaunen waren. Am Ende stehen ein knapper Sieg unserer Zweiten und ein 4:4 der Ersten zu Buche, die das regnerische Jena ein wenig erhellten.

9. November 2017

Das Qualmen der Köpfe

Die Jugendmannschaft der fuß brothers hat den ersten von zwei Ligakämpfen in der Bezirksliga U20 bei den Schachfreunden Greiz absolviert. Coach und Begleiter Frank Weingart hat einen kleinen Bericht zu den Ereignissen des Tages verfasst:

„Es war mir wieder einmal eine Freude, die Köpfe der Jugend rauchen zu sehen. Dabei qualmte es kurz und stark bei Richard, der einen zügigen Sieg einfuhr. Lang und dick qualmte es bei Danilo, dessen Gegner durch Danilos unendliche Ausdauer beim Grübeln über Züge und Alternativen offenbar kurzzeitig eingenickt war – anders ist Danilos Turm-Übermacht auf der 7. Linie wohl kaum zu erklären. Trotz der klaren Lage auf dem Brett wollte der Gegner das Matt sehen – und bekam es natürlich auch. Alexanders Schlot wollte heute nicht so recht in Fahrt kommen – es kamen immer nur mal ein paar Wölkchen – zeitig war er deshalb im Hinterherlaufen. Am Ende wehrte er sich zwar mit allen Kräften, aber der Gegner ließ sich den Sieg nicht mehr aus der Hand nehmen.
Auch Laras Spiel war durchaus ansehnlich – lange war die Partie völlig offen, sogar mit mehr Chancen für Lara. Sie nutzte sie jedoch nicht und nach und nach gewann ihr Gegner die Oberhand. Am Ende war es wohl ein ungeschickter Damenzug, der dem Gegner das Tor öffnete und ihn auf die Siegerstraße brachte. Schade – denn Lara hatte sich sehr bemüht, alle Ratschläge – spiel langsam, lass dir Zeit, denk in Ruhe nach – umzusetzen.

Das Spiellokal war eine alte Villa, die von außen eher nach Industriebau aussah, innen aber durchaus ihren Charme und auch einigen Glanz hatte. Sehenswert und wirklich ein Erlebnis – Villa und Spieltag.“

Das Endresultat 2:2 lässt einen höchst spannenden Rückkampf am 17. Dezember in Jena erwarten. Wir freuen uns darauf!

4. November 2017

Beide Schachteams siegen

Während unsere Fußballer am vergangenen Wochenende in Halle um Ligapunkte kämpften, gab es für die Schachspieler zwei Auswärtsspiele in Jena. Die 1. Mannschaft trat bei der Zweiten von Jenapharm an, die kommentarlos die Bretter 5 und 6 unbesetzt ließ. Schade!

Am letzten Brett verdarb Köhlmann durch einen Moment der Unkonzentriertheit eine klare Gewinnstellung und musste nach einem einzügigen Figureneinsteller die Segel streichen. Für die Mannschaft war dies nicht schlimm, denn an den anderen Brettern lief es rund. Basti gab einen soliden Sizilianer bei vollem Brett und beiderseitigen Chancen Remis, das war okay. Jonas bestrafte in einem Grünfeldinder mit originellen und hochästhetischen Manövern die leichtfertige Eröffnungsbehandlung seines Kontrahenten und gewann frühzeitig Material. Auch Holger spielte gegen Urgestein Herbert Koch eine logische und wohldurchdachte Partie, die beizeiten einen vollen Punkt einbrachte. An Brett 3 schob Rich mutig seine Königsflügelbauern voran. Was von außen riskant aussah, erwies sich als die richtige Strategie, denn die Position wurde immer konkreter, und als es darauf ankam, signalisierte ein weißer Bauer auf h7 mit furchtlosem Schachgebot das Ende der schwarzen Verteidigung.

Das gesamte Team musste dann ein Weilchen auf seinen Spitzenspieler warten, der seine Gewinnstellung noch ein bisschen auskosten wollte. Step hatte eine positionelle Modellpartie gegen einen damenindischen Aufbau gespielt und landete schließlich im gewonnenen Läuferendspiel, das er mit technischer Finesse zum Punktgewinn führte. Unterm Strich steht damit ein 6½:1½, das uns dem ersehnten Ziel des Klassenerhalts ein gutes Stück näher bringt.

Umso schöner, dass auch die 2. Auswahl der fuß brothers einen Mannschaftssieg gegen Kings Clubs Zweite landen konnte. Während Lara an Brett 4 in ihrer ersten Partie im Männerschach Lehrgeld zahlen musste, überrannten Gérard und Sascha ihre Gegner in makellosen Weißpartien. An Mannschaftsleiter Horrz blieb die Aufgabe hängen, eine defensive Position gegen seinen ehrgeizigen Kontrahenten Remis zu halten. Dies tat er mit Bravour und tütete so den doppelten Mannschaftspunkt ein.

Groß war die Analyserunde am Nachmittag, lecker mundete das Essen und zügig rannen die Getränke, denn einen doppelten Auswärtssieg in der Heimatstadt feiert man nicht alle Tage!

29. Oktober 2017

Bunte Liga 2017 ist vorbei

Dass an einem Tag gleich drei Teams und 22 Spieler der fuß brothers sportlich unterwegs waren – so geschehen am letzten Sonntag – ist wohl ein Novum in der Geschichte unseres kleinen Vereins. Während zwei Schachteams ihren Ligaaufgaben in Jena nachgingen (eine Meldung hierzu wird folgen), fuhren zehn Fußballer (Omar, Flo, Andi W., Borschti, Ali, Lars, Isi, Pali, Andi J., Dodo) nach Halle, um den letzten Spieltag der Bunten-Liga-Saison 2017 zu absolvieren.

Dass die Klotzer ihren Vorjahrestitel verteidigen würden, stand schon lange fest, doch war in den letzten Monaten ein erbitterter Kampf um die Medaillenränge entbrannt, der am letzten Spieltag seinen Höhepunkt fand.

Unsere Mannschaft spielte ein solides Turnier und kam bei einer Niederlage auf zwei Unentschieden und drei Siege sowie eine Torbilanz von 6:3. Doch unser Hauptkonkurrent um Platz 2 in der Gesamtwertung, Roter Stern Gera, war einen Hauch besser. Noch stärker präsentierten sich die Blindfische, die den Tagessieg davontrugen und wieder ein Stück heranrückten. Am Ende weist die Tabelle klare Zahlen aus:

1. Klotzer mit 51 Punkten
2. Roter Stern Gera mit 43 Punkten
3. fuß brothers mit 41 Punkten
4. Blindfische mit 38 Punkten

Es folgen weitere vier Mannschaften.

Damit müssen wir zufrieden sein und dürfen es auch. Nun hoffen wir auf ein paar schöne Hallenturniere in der Wintersaison, bevor wir wieder angreifen!

25. Oktober 2017

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